Saisonrückblick mit Lukasz Stodtko

Südbadenliga Herren


Ehingens Trainer Lukasz Stodtko im Redaktionsgespräch 

(js) Nach der überaus erfolgreichen Saison 2022/2023 mit einem am Ende hervorragenden dritten Tabellenplatz waren die Erwartungen auf die Saison 2023/2024 gestiegen. Allerdings stiegen mit der HSG Konstanz II, dem TuS Altenheim und dem TuS Steißlingen gleich drei Mannschaften aus der Oberliga Baden-Württemberg in die Südbadenliga ab und so zählte diese Saison schon vor Beginn zu einer der schwierigsten Runden der letzten Zeit. „Es wird sehr schwer werden, sich bei diesem Teilnehmerfeld in der Spitzengruppe festzusetzen. Vor allem auch deswegen, weil es in der aktuellen Liga einige Mannschaften gibt, die ebenfalls Ambitionen auf die Spitzengruppe haben“, warnte Lukasz Stodtko schon vor Saisonbeginn vor allzu großer Euphorie im Umfeld. „Ein Platz unter den ersten fünf wäre schon ein Erfolg und die Bestätigung unserer Arbeit im Verein“. Dass es am Ende ein vierter Tabellenplatz hinter den drei Absteigern wurde, ist somit ein großer Erfolg für die junge Mannschaft, die sogar lange Zeit die Tabelle der Liga anführte. 

Lukasz Stodtko

Das Saisonfazit von Lukasz Stodtko fällt daher auch äußerst positiv aus: „Wir haben unser Ziel erreicht. Es war keine einfache Saison, vor allem hatten wir auch personelle Probleme und konnten einige Spiele nur mit 8/9 Spielern bestreiten. Dennoch hat meine Mannschaft eine super Saison gespielt. Vor allem aber hat jeder gekämpft und wir sind als eine Einheit aufgetreten“. Herausheben möchte er aber keinen Spieler und führt an, dass jeder sich weiterentwickelt und vor allem sich für die Mannschaft eingesetzt hat. Das hat sich auch im Trainingsbesuch widergespiegelt, denn er konnte fast immer mit einem sehr guten Trainingsbesuch seiner Spieler rechnen. „Alle haben mitgezogen und das macht mich stolz“, ergänzte der Ehinger Coach. Da es aber nicht immer nur Licht im Spiel der Grün-Weißen gab, sondern auch Schatten, sprach ihn die Redaktion des Time-Out auch auf eventuelle Defizite seiner Mannschaft an. Lukasz Stodtko grübelte, konnte aber keine gravierenden Mängel finden. „Es ist normal, dass man nicht in allen Spielen der Saison eine gleichbleibend konstante Leistung bringen kann. Aber diese Phasen, in denen es nicht so gut lief, haben wir angesprochen und abgearbeitet.“ Er sieht dann noch in der Kaderzusammenstellung einiges an Potential: „Vor allem auf Links Außen und im Rückraum fehlen noch Alternativen. Vor allem, wenn wir mit Verletzungsproblemen zu kämpfen haben. Da wäre eine Verstärkung nicht schlecht“, richtet er seine Wünsche indirekt an die sportliche Leitung des TV Ehingen. Hinzu kommt noch, dass mit Armin Greiner einer der Torhüter seinen Rückzug aus der ersten Mannschaft bekanntgegeben hatte und der TV Ehingen somit mit dem Stammkeeper Daniel Beck und dem Youngster Philipp Ciornei in die kommende Saison gehen wird. Sollte der restliche Kader dann auch in der nächsten Saison mit Ausnahme vom studienbedingten Ausscheiden von Tim Koch wieder zur Verfügung stehen, könnte auch die Saison 2024/2025 einen weiteren Entwicklungsschritt der Mannschaft bringen. Daher auch die Frage an Lukasz Stodtko, was er sich denn wünschen würde, wenn er drei Wünsche frei hätte. Hier hatte er dann auch schnell den ersten Wunsch parat: „Alle Spieler sollten fit und verletzungsfrei bleiben. So können wir in jedem Spiel einen attraktiven Handball zeigen“. Auch den zweiten Wunsch konnte er schnell hinterherschieben: „Ich wünsche mir weiterhin den Zusammenhalt der Spieler und einen gleichen Einsatzwillen jedem Spiel“. Drittens wünschte er sich noch, ein gesteigertes Selbstvertrauen seiner Jungs im Spiel und im Training. Abschließend richtete er noch einen Dank ans Ehinger Publikum: „Es war super, wie uns das Publikum in Ehingen unterstützt hat. Diese Lautstärke und Intensität hat meine Mannschaft zusätzlich motiviert und ich hoffe, dass wir diese Unterstützung auch in der kommenden Saison erleben können“. 

So wird dann Lukasz Stodtko nach der kurzen Pause wieder zur Vorbereitung rufen und seine Mannschaft auf die nächste Saison vorbereiten. Alle drei Oberliga-Absteiger werden auch da wieder als Gegner in Ehingen auflaufen, da sich der Meister der Südbadenliga, der TuS Steißlingen, in der Aufstiegsrelegation gegen die MTG Wangen nicht durchsetzen konnte und nur aufgrund der Auswärtstorregel den Aufstieg verpasste. Es wird daher auch in der nächsten Spielzeit wieder zwei stimmungsgeladene Spiele gegen den Nachbarn geben und auch die Konstellation in der Liga verspricht wieder viele hochklassige und spannende Partien. „Wir regenerieren uns jetzt und dann greifen wir wieder an“, verspricht Lukasz Stodtko, der dann auf eine weitere erfolgreiche Saison hofft.

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